Das Fahrrad ist futsch

Durch Zufall kam ich bei einem Tatort vorbei. Als Erstes fiel mir ein durchgezwicktes Fahrradschloss auf einer Bank auf. Ich war neugierig, und beobachtete das Geschehen. Es war kein schlimmes Verbrechen, aber dennoch mehr als ärgerlich. Und es entstand ein nicht gerader kleiner Schaden.

Von was ich hier schreibe?
Von einem Fahrraddiebstahl. Ein Biker hatte sein 3000 Euro teures Rad mit einem minderen Schloss abgesperrt und ist sich in eine Gaststube stärken gegangen. Als er kurze Zeit später aus dem Lokal kam, war sein Bike weg, einfach futsch. Dabei hatte er es doch mit einem Schloss an eine Bank festgemacht. Mitten auf der Strasse, vor hunderten Passanten. Kann sein, aber der unbedarfte Mann hat nicht gewusst, dass man mit einem mittelmässigen Bolzenschneider sein Schloss durchzwicken kann.
Das Rad ist weg, das kaputte Schloss blieb zurück. Leise, unauffällig und sekundenschnell durchtrennte der Dieb das Kabelschloss und schnappte sich das teure Radl.
Der Mann war ziemlich verzweifelt, dass ihm dies passiert ist, wovon er normalerweise nur in der Zeitung liest.
Nein, es geschieht wirklich! Täglich! Fahrräder werden geklaut und praktisch nie wieder gefunden und zurückgegeben. Den Schaden hat der Eigentümer, und der ist in diesem Fall nicht gerade klein.
Hätte der Mann sich vorher guten Rat von einem Schlossermeister eingeholt, wäre ihm dieses Dilemma erspart geblieben. Ein Fachmann hätte ihm ein besseres Schloss empfohlen, zugegeben etwas teurer, aber im Verhältnis zum Schaden, eine Kleinigkeit.

Tipp des Schlossermeisters:
Schliessen Sie Ihr Rad nur mit hochwertigen Schlössern ab
Lassen Sie Ihr Bike nicht aus den Augen, auch nicht für kurze Zeit
Nehmen Sie es mit ins Lokal

Fahrradschloss
Einfach durchgezwickt!

Biene kostete fast das Augenlicht

Wortwörtlich ins Auge gegangen ist unser Radausflug zum Vatertag in den Leiser Bergen am „familienfreundlichen“ gekennzeichneten Radweg „Blauburger“, und das im wahrsten Sinn des Wortes. Man rechnet auf so dieser „Touristen“-Strecke wohl kaum mit einer ganzen Armee von Bienen, die den Radweg kreuzen müssen, um vom Feld zu deren vielen Bienenstöcken am Rand des Weges kommen zu können. Wir fuhren mit gemässigtem Tempo. Frau Ilse P. fuhr, wie alle anderen, nichts ahnend mit ihrem Bike einfach den gekennzeichneten Radweg entlang. Dann plötzlich aus dem Nichts kollidierte sie mit einer fliegenden Biene. Die Biene flog zuerst ins rechte Auge und purzelte dann runter nahe zum Augenlid. Dort stach die Biene dann zu.

Ein schmerzerfüllter gellender Schrei ging durchs Weinviertel!

Alle waren entsetzt und Frau Ilse P. (auch allergisch auf Bienenstiche) krümmte sich vor Schmerz und Angst vor der Reaktion im eigenen Körper. Ich leistete sofort erste Hilfe und entfernte den Stachel. Danach träufelte ich kaltes Wasser auf die aufkommende Schwellung. Das Auge schwoll sofort zu und ich musste Ilse P. Hand in Hand ins nahe Schlosserhaus führen, um dort legten wir eiskalte Umschläge auf und alles andere. Gott sei Dank stach das Tier nicht ins Auge! Haarscharf daneben war das!

Es geht mir hauptsächlich dabei um folgendes Anliegen: Müssen Bienenstöcke so knapp am Wegrand eines beliebten Familien Radweges aufgestellt werden? Das ist doch eine potenzielle und unnötige Gefahr für alle Sportler, Familien mit Kinder und Hunden. Im Wald ist doch Platz genug!?! Ich hab gelesen, dass dies sogar unter Umständen zur Blindheit fuhren kann.

Abgesehen davon frage ich mich schon seit Jahren, welcher fehlgeleitete Mensch Honig isst? Das ist doch absolute Tiernahrung und gehört den fleissigen Bienen alleine. Ich esse ja auch kein Hundefutter oder Whiskas….

Jedenfalls berichtete die “heute“ online und print. Vielen dank an das tolle Team der HEUTE!

Hier online zu lesen in der heute

Grosser Bericht in der Heute über diesen gefährlichen Unfall

Grosser Bericht in der Heute über diesen gefährlichen Unfall

Ein Hoch den alten Meistern

Bei meinem Fahrrad ist abgesehen vom Schaltauge auch das Schaltwerk gebrochen. Kann passieren, wenn ein 100 Kilo Hobby-Sportler in die Pedale tritt. Da kommen schon einige Newtonmeter an Drehmoment zusammen 😉

Rasierte Dressmen-Verkäufer mit Vollbart
Also machte ich mich auf den Weg in eines dieser Super Bike Stores mit den teuren Rädern und den Modellverkäufern, alle mit modischen Vollbart und trotzdem rasiert….
Doch anstatt diesen banalen Ersatzteil bekam ich nur ein „Tut mir leid, dieses Teil für dein veraltetes Billigrad führen wir nicht – Wenn du unbedingt darauf bestehst, dann bestelle ich eines!“ So lief ich von Store zu Store und von Shop zu Shop bis es mir zu blöd wurde, den Dressmen beim minutenlangen Starren in den Flatscreen PC und „Durchklicken“ zuzusehen. Ein Super-Mania-Bike-Mountain-Outdoor-Downhill-Upgrade-Mega-Giga-Shop bot mir statt des winzigen Teils ein neues Ultra-Bike um 5990 Euro an (Messeaktion, ich hätte also Glück). Ich hatte gerade nicht 5990 Euro mit, also verliess ich ohne dieses Schnäppchen wieder den Store.

Der letzte normale Laden der Welt
Dann fiel mir ein, dass es noch ein hundsnormales Radgeschäft gibt, geführt von einem alten Meister, einem Fahrradmechanikermeister! Also begab ich ins Radhaus Grubich. Der Inhaber, etwa 50 Jahre alt, ohne Hyper-Mode-Fetzen am Leib (sondern mit normaler Arbeitskleidung), begrüsste mich mit einem einfach „Grüss Gott, was brauchen Sie?“ Ich zeigte ihm das Bild des Schaltwerkes. Daraufhin drehte sich Meister Grubich wortlos um, griff in eine seiner völlig abgenutzten Holzladen zum Herausziehen. (Nein er hat keinen Computer) und legte mir das Ersatzteil aufs Pult. „Passt das auch?“, fragte ich. „Nau aber 100 Prozent!“ Ich zahlte, sagte „Wiedersehen“ und baute ein halbe Stunde später das Teil ein. Es passte wie angegossen!

Radhaus Grubich, einer der letzten Meisterbetriebe Leider sterben die alten Meister aus und mit ihnen Fachwissen und Handwerkliches Können

Radhaus Grubich, einer der letzten Meisterbetriebe
Leider sterben die alten Meister aus und mit ihnen Fachwissen und Handwerkliches Können

Fahrraddiebstahl mit Trick

Über Diebstahl Ihres geliebten Bikes haben Sie hier auf der Schlosserzeitung schon einiges gelesen. Zahlreiche Reaktionen seitens der Leser waren die Folge. Die meisten Leser sind dankbar ehrlich aufgeklärt zu werden. Das nimmt der Herausgeber gleich als Anlass und warnt vor einem weiteren Szenario der professionellen Fahrradmafia.

Alarmstufe rot bei unbekannten Schloss

Stellen Sie sich folgende Szene vor: Sie sperren Ihr Bike mit einem hochwertigen unknackbaren Schloss ab, es soll ja sicher am Laternenmast oder am Fahrradständer befestigt sein. Ohne Flex und ohne grossen Aufwand kann niemand so schnell das Rad stehlen. Das ist korrekt! Nach einiger Zeit kommen Sie zurück, öffnen Ihr Superschloss und wollen wegfahren. Und was sehen Sie? Ihr Rad ist mit einem einfachen Kabelschloss am Mast angehängt! Was soll das? Sie denken wahrscheinlich an einen Kinderstreich und weil es ja ein billiges und einfaches Schloss ist machen sich auf den Weg um einen Seitenschneider oder eine Zange zu besorgen.

Eine Minute reicht
Jetzt kommt der springende Punkt: Wahrscheinlich legen Sie keinen Wert darauf Ihr Rad wieder mit Ihrem Schloss zu versperren, oder Sie vergessen es vor lauter Wut. Kaum sind Sie aus der Sichtweite verschwunden, taucht der Dieb auf, sperrt blitzschnell das Kindeschloss auf und zischt mit Ihrem Bike davon. Der Ganove hat nämlich die ganze Zeit versteckt zugesehen und abgewartet. Das war es für Sie! Sie werden Ihr Goldstück wahrscheinlich nie mehr wieder sehen.

Hat ein Unbekannter ein billiges Schloss auf Ihrem Mountainbike hinterlassen, dann ist höchste Vorsicht angesagt.

Hat ein Unbekannter ein billiges Schloss auf Ihrem Mountainbike hinterlassen, dann ist höchste Vorsicht angesagt.

Wirkungsvolle Diebstahlsicherung für Fahrräder

Vor einigen Tagen konnten Sie hier über professionelle Fahrraddiebe lesen. Über gut organisierte Banden, welche nichts den Zufall überlassen und auf hochpreisige Bikes spezialisiert sind. Sich gegen dieses Kriminellen zu schätzen ist schwierig und nur mit Aufwand zu bewerkstelligen.
Es gibt aber auch viele Gelegenheitsdiebe. Sie streifen herum und haben die Augen auf einen günstigen Zufall gerichtet. Sie hegen die Hoffnung irgendwas zu stehlen zu finden. Ein Blick in eine offene Garage, oder in eine Anfahrt genügt um sich ein Bild zu machen. Ist die Gelegenheit günstig, dann wird keine Zeit verloren und sofort zugeschlagen! Der Täter setzt einen Fuss in die Garage und schon ist das schöne und teure Mountainbike fort. Gegen diese Zufallstäter kann man sich mit sehr geringem Aufwand und mit wenig Kosten schützen.

Bike versperren mittels Wandmontage

Man kann das Rad mit einem handelsüblichen Fahrradschloss versperrren, dann kann der Ganove wenigstens nicht wegfahren. Er kann das Bike jedoch wegtragen und in einen Transporter verstauen. Das geht verdammt schnell und leise. 10 – 15 Sekunden und der Fahrradplatz ist leer. Kluge Menschen (oder gezeichnete) befolgen den Rat des hier schreibenden Schlossermeisters und benutzen eine absperrbare Wandhalterung für das geliebte Bike. Die Handhabung dauert wenige Sekunden ein solides Fabrikat bietet ausreichenden Diebstahlschutz. Der geringe finanzielle und organisatorische Aufwand sollten es jeden Sportler wert sein, das wertvolles Bike vor dreisten Verbrechern zu schützen.

Ein Radl ist schnell gestohlen!

Dieses Modell einer fixen Diebstahlsicherung für Räder ist absolute Spitzenklassse und für den Öffentlichen Raum entworfen. Privat muss es nicht unbedingt elektronisch sein, ein mechanisches Schloss reicht ebenfalls

Dieses Modell einer fixen Diebstahlsicherung für Räder ist absolute Spitzenklassse und für den Öffentlichen Raum entworfen.
Privat muss es nicht unbedingt elektronisch sein, ein mechanisches Schloss reicht ebenfalls

Fahrraddiebstahl der professionellen Art

Ein Bike kostet viel Geld, ein Bike der Spitzenklasse noch mehr. 5000 Euro für ein Fahrrad in der Oberklasse sind keine Seltenheit. Viele Sportler leisten sich diesen Luxus und fahren Räder in dieser Preisklasse. Einige, und nicht wenige besitzen sogar zwei dieser Exemplare, oder gar drei und noch mehr. Ein oder zwei Mountainbikes, ein oder zwei Rennräder und ein Hardtail. Dazu jede Menge kostspieliges Zubehör und Ersatzteile. Dieser Umstand wird von Freunden und Bekannten mit ein wenig gesunden Neid bemerkt. Das stört auch nicht und ist durchaus gewollt. Jedoch gibt es auch Mitmenschen, die solch einen Radluxus beobachten und keinesfalls zum Freundeskreis des Bikers zu zählen sind. Diese Subjekte drücken sich bei Radrennen herum – freundlich und unauffällig. Zusätzlich durchleuchten sie die Internetforen und bewegen sich als Troll durch die einschlägigen Seiten. Jedenfalls observieren sie den Fahrradbestand der Sportler genau. Manchmal über Monate hinweg, oder noch länger. Sie legen Listen an und vermerken darauf penibel den Fahrradreichtum der Radfahrer. Irgendwann ist es dann soweit. Sie schlagen zu! Entweder selbst, oder die Listen werden an professionelle Einbrecher- und Hehlerbanden verkauft. Öfters arbeiten die Informanten sogar auf Bestellung. Sie besorgen im Dienste einer kriminellen Vereinigung die nötigen Informationen. Bei den meisten Sportlern ist dies ein leichtes Unterfangen. Man zeigt ja, wie auch Eingangs erwähnt, gerne und mit Stolz seine fantastischen Fahrräder her.

Datenrisiko Radrennen

Der Name der Teilnehmer ist garantiert auf der Starterliste vermerkt. Die Listen werden fast immer direkt bei den Rennen angeschlagen oder noch wahrscheinlicher im Internet veröffentlicht. Den Rest, wie die Adresse und das weitere herauszufinden ist ein Klacks. Ein wenig Recherchearbeit und Ganoven haben Informationen im Wert vieler Tausend Euro. Bei hundert Bikes handelt es sich immerhin um eine Schadenssumme von 300000 bis 500000 Euro. Das ist viel Holz! Für Diebe zahlt es sich also aus ein paar Tage zu surfen und die Wettkampflisten durchzuackern.

Heute Wettkampf – Niemand zu Hause
Die Veröffentlichung der Startlisten im Vorfeld ist vorteilhaft für den Dieb und nachteilig für die Sportler. Denn eines steht fest: Wer an einem Rennen teilnimmt, der ist garantiert nicht zu Hause. Die teuren Ersatzräder schon.

Viele teuren Bikes stehen in Einfahrten und ungesicherten Garagen herum. Für organisierte Banden ein gefundenes Fressen

Viele teuren Bikes stehen in Einfahrten und ungesicherten Garagen herum. Für organisierte Banden ein gefundenes Fressen