Die Eisbadesaison ist zu Ende

Eiskalt ist es schon lange nicht mehr, kalt auch nicht mehr wirklich. Die Temperaturen steigen und somit klettern auch die Wassertemperatur langsam hinauf. Nicht, dass ich was dagegen habe, aber ein bisserl fehlt mir das eisige Wasser schon. Wenn man so wie ich zwei bis drei Mal pro Woche ins eisige Nass gestiegen ist, dann tritt ein gewisser Gewöhnungseffekt ein. Dieser fehlt nun.

Nacht Eisbaden

Ich steigerte das Eiserlebnis noch weiter, als es theoretisch möglich ist, denn kälter als Null Grad kann Wasser nicht sein. Aber es kann dunkel sein. Das heisst, ich ging nachts Eisschwimmen. Mitten in der Nacht ins Eiswasser zu steigen und einige Runden zu drehen, das hat schon eine gewissen Note und ist tiefe Erfahrung. Nicht nur körperlich durch den Kältereiz, sondern auch mental, denn in uns ist die Angst vor Dunkelheit gespeichert. Diese Hemmung zu überwinden, das macht stark und erweitert den Geist.

Die NÖN berichtete vor einiger Zeit über mein ausgefallenes Hobby – DANKE!

In der Nacht ins eiskalte Wasser zu steigen ist nicht jedermanns Sache

In der Nacht ins eiskalte Wasser zu steigen ist nicht jedermanns Sache

 

Erneute Verzweiflungstat

Die tragischen Verzweiflungstaten scheinen sich zu häufen. Es kam schon wieder zu einem erweiterten Suizid. Leider werden diese furchtbaren Fälle nur klein und unscheinbar in den Medien erwähnt. Eine grössere Berichterstattung würde sicherlich einige Leute zum Nachdenken bewegen, wie schlimm es mittlerweile in der Gesellschaft geworden ist.

Mord und Selbstmord
Ein älteres Ehepaar wurde erschossen aufgefunden, diesmal von einer Heimbetreuerin und nicht vom Schlüsseldienst. Es muss schockierend für die Frau gewesen sein, denn man findet ja nicht jeden Tag Leichen mit Kugeln im Körper oder Kopf. Diese Bilder gehen einem nie mehr wieder aus dem Kopf. Man träumt davon, man denkt daran, man wird von diesem Schreckensszenario regelrecht verfolgt.

Milderung durch Verarbeitung
Eine kleine Hilfe ist, wenn man es schafft darüber zu sprechen, oder so wie darüber zu schreiben. Dennoch, verschwinden tun die Bilder nie. In meinem furchtbaren Buch „Endlich bin ich erlöst“ verarbeitete ich die grauslichsten Aufträge als Schlüsseldienst in der Grossstadt. Ein Buch voller toten Menschen.

Mord und Selbstmord in der Grossstadt gehört scheinbar bald zur Normalität.

Mord und Selbstmord in der Grossstadt gehört scheinbar bald zur Normalität – Im Buch geht es um ähnliche Fälle

Rahmen gebrochen – Schlosser haben es gut

Wenn man viel mit dem Mountainbike fährt, dann hat man mitunter auch eine Panne. So geschehen. Allerdings handelte sich bei meiner Panne nicht um kleines Malheur wie einen Platten (Patschen) oder ein gerissenes Bremsseil. Nein, diesmal war es ein heftiger Crash. Der Rahmen das Fahrrads ist gebrochen! Mitten unterm bergab düsen. Plötzlich wird das Rad „schwammig“ und lässt sich nicht mehr steuern. Und das bei einem schönen Tempo den Berg hinunter. Konnte gerade noch ohne Sturz anhalten, und den Schaden begutachten. Ein Weiterfahren war so gut wie unmöglich, aber man muss auch mal Glück haben.

Hilfe war nah
In der Nähe stand ein altes Bauernhaus und als ich das Rad vorbeischob kam ich mit dem Besitzer ins Gespräch. Er meinte, er hätte ein uraltes Schweissgerät, und ob ich nicht versuchen möchte, den Rahmen zu schweissen. Erst verneinte ich, dass dies nicht möglich sei, da es sich um Aluminium handelt.
„Probiers, hinmachen kannst das eh nimmer, ist ja schon kaputt!“
Welch wahre Aussage in diesem kurzen Satz. Also schmiss ich den Schweisstrafo an, setzte die Brille auf und zündete den Lichtbogen. Das Dumme an Sache war allerdings, dass der gute Helfer fast keine Elektroden hatte. Auch hier konnte ich mir helfen und habe einfach und ohne Rücksicht auf Ästhetik eine grosse Schraube angeschweisst, als Versteifung. Der Trafo brummte auf, es blitze und stank. Nach wenigen Minuten war die Schraube am Rahmen. Meisterarbeit ist die keine, jedoch konnte ich meine Heimfahrt antreten und ersparte mir viele, viele Kilometer schieben. Ein Fläschchen seines Lieblingsgetränk ist bereits eingepackt und wird in den nächsten Tagen bei dem hilfsbereiten Mann vorbeigebracht.

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Mord und Selbstmord in Schladming

Es gehört wohl zu den schrecklichsten Erlebnissen im Leben einen toten Angehörigen aufzufinden. Wenn dieser Mensch dann noch durch Gewalt aus dem Leben gerissen wurde, dann ist dies noch eine Steigerung des unfassbaren Schmerzes. Auch dies ist noch nicht das Ende der Fahnenstange des Leids, denn es kann auch sein, dass es sich um mehrere Menschen aus der Familie handelt, beispielsweise den Eltern. So geschehen in Schladming, im Bundesland Salzburg. Mutter und Vater wurden erschossen im Haus aufgefunden, von den Verwandten. Alle Umstände sind noch nicht restlos geklärt, aber es dürfte sich um Mord und Selbstmord handeln, fachsprachlich um einen erweiterten Suizid. Schrecklich!

Ähnlichen Fall selbst erlebt
Ob in diesem Fall ein Schlüsseldienst die Tür geöffnet hat, das weiss ich nicht, ich erinnere mich jedoch an die vielen furchtbaren Einsätze, zu welchen ich als Schlosser im Notdienst gerufen wurde. Ein Fall ähnelte diesem in Schladming sehr. Sofort waren die Erinnerungen an dieses schreckliche Erlebnis wieder in meinem Bewusstsein. Über die furchtbarsten Fälle habe ich das Buch „Endlich bin ich erlöst“ verfasst, um den Lesern nahezubringen, welche Belastungen man als Verwandter und auch als Schlüsseldienst-Mann zu ertragen hat.

Achtzig Plus: Hier können Sie mein grauenhaftes Erlebnis nachlesen

Endlich bin ich erlöst als Buch

Dieses Buch handelt von solche grausamen Fällen wie diesen in Schladming

Dieses Buch handelt von solche grausamen Fällen wie diesen in Schladming